Friday, September 22, 2006

Samstag, 16. September 2006

Pünktlich um 10:30 stand zumindest ich auf dem Bürgersteig in Reforma, um auf die Militärparade zu warten! Daniel, von seinem Kater geplagt, musste leider passen. Die Parade selbst begann dann erst um 11:15. Mist! Aber immerhin wurde ich für die Wartezeit entschädigt: Auf sehr eindrucksvolle Weise marschierten die verschiedenen Bataillone, Brigaden und Special Forces auf. Auch Reiterei und 10 von Flaggenträgern auf dem Arm getragene Adler waren darunter. Nach ca. zwei Stunden war der Spuk vorbei und ich ärgerte mich nur, dass ich nicht auch meinen Klappstuhl mitgebracht hatte.

Am Nachmittag lud mich Martha ein, sie doch zum Essen zu begleiten. Mit einer weiteren Freundin von ihr im Gepäck machten wir uns in Richtung „Polanco“ auf. In einem chicen mexikanischen Restaurant speisten wir sehr gut und das erste, was mich die beiden älteren Damen fragten, waren deutsche Schimpfwörter…

Freitag, 15. September 2006

Der der Unabhängigkeit Mexicos war gekommen – wenn mans aber genau nimmt, ist dieser erst am 16. September. Nur weil ein ehemaliger Präsident am 15. September Geburtstag hatte verlegte er kurzerhand den Tag und die Leute haben es hingenommen.

Wie dem auch sei, in der Agentur frühstückten wir zusammen und hatte schon um 13Uhr Schluss. Ich Schussel vergaß auf dem Nachhauseweg dummerweise meine Wäsche abzuholen und musste noch einmal zurückkehren.

Endlich daheim machte ich mich direkt wieder auf den Weg, um Daniel und den Peje von der Arbeit abzuholen, da ich mit den beiden zusammen im Haus von Daniels Tante feiern wollte. Aber vorher lernte ich noch weitere Teile der Familie kennen, da wir uns noch eine Karaoke Maschine bei einem weiteren Onkel ausliehen.

In gemütlicher Runde verbrachten wir den Abend bis ca. 23 Uhr, dann verließen Daniel und ich das geschehen in Richtung Delegación-Verwaltung. Vor Ort würde der Bürgermeister des Stadtteils den traditionellen „Grito de la independencia“ ausüben. Drumherum war ein Jahrmarkt und nach dem wir alle „Viva México“ propagiert hatten, gab es ein großes Feuerwerk.

Wieder zurück zu unserer Party mussten wir leider feststellen, dass der Strom ausgefallen war. Karaoke war somit leider hinfällig. Aber mit ein paar Kerzen und Batterien war auch das kein Problem. Um 4 Uhr machte ich mich langsam Richtung Cuauhtémoc auf.

Donnerstag, 14. September 2006

Da wir es gestern nicht auf die Reihe bekommen hatten, gingen wir halt heute los, den Markt zu suchen. Nebenbei hatte mir Sandra noch ein selbstgemachtes „imposible“ mitgebracht: Ein Kuchen mit Pudding, der nur so heißt, weil er angeblich so schwer herzustellen ist. Schmeckte aber sehr gut. Blöd war nur, dass der olle Markt, nachdem es uns einige Zeit gekostet hat, anzukommen, schon geschlossen hatte. Um nicht ganz umsonst ins Zentrum gefahren zu sein, gingen wir noch eine Schokolade im „Moro“ trinken und tingelten Richtung Heimat…

Und siehe da: Die Leute in Reforma waren am Abrüsten – sie brachen tatsächlich ihre Zelte ab. Aber nicht, weil der Protest ausgesetzt werden sollte, sondern nur, weil am Samstag die alljährliche Militärparade stattfinden würde, der sich weichen mussten.

Mittwoch, 13. September 2006

Heute sollte eigentlich noch einmal etwas von dem abgearbeitet werden, das ich bis dato noch nicht erledigt hatte. So stand ein Besuch bei der Basilica genauso auf dem Plan, wie einer weiterer Trip zum – dieses Mal hoffentlich geöffneten – „Mercado de Artesanias“, damit ich die noch ausstehenden Andenken kaufen konnte.

Fiel aber alles flach, da ich den ganzen Tag keine Verbindung mit meinen Messenger bekam und die gute Sandra mir auch auf einen Anruf hin nicht antwortete.
Also ging ich ins Kino und schaute mir den Film „Los Niños del Fin del Mundo“ an, ein sehr guter, sehr eindringlich gespielter Film.

Dienstag, 12. September 2006

Außer Einkaufen bin heute nicht zu sonderlich viel gekommen. Auch in Reforma war alles ruhig. Aber der Peje loco hatte angekündigt, den „grito de la independencia“, der am Freitag anstand, auf dem „zócalo“ zu geben – wie auch der amtierende Präsident. Der erklärt jedoch eilig, er werde in seine Heimatstadt aufbrechen, aus denen auch die Väter der mexikanischen Revolution stammten, um dort zu schreien. Und siehe da – auf einmal wollte auch AMLO nicht mehr vor der versammelten Mannschaft auf dem „zócoalo“ krakeelen. Echt wie im Kindergarten!

Montag, 11. September 2006

Heute durfte ich mir erstmal anhören, was ich alles noch nicht gesehen habe. Aber immerhin hab ich mich am Wochenende mit meinem Vater verständigt, dass wir noch mal wieder kommen sollten, um auch wirklich die Landschaft Mexicos kennen lernen zu können. Ist aber auch eine Schande, dass die Wege vom DF nicht allzu kurz sind.

Sonntag, 10. September 2006

Dadurch, dass ich super lange geschlafen hatte, war ich fit das Programm für den Tag zu überstehen. Schon recht früh traf ich mich mit Sandra, um in Richtung Süden und ehemaliges Atelier und jetziges Museum aufzubrechen. Auf dem Weg dorthin, dachte ich schon, ich hätte ein déjà vu, denn fast alle Bürgersteige von Insurgentes waren voller Leute mit Plakaten. Die vorbeifahrenden Autos zeigten ihre Unterstützung mit einem anhaltenden Hupkonzert. Wie sich schnell herausstellte, waren das Anhänger des offiziellen Wahlsiegers Philipe Calderón, die jedoch nicht ihren Kandidaten sondern: Paz, Unidad y Concodria propagierten.
Super, denn bei uns im Bus saßen einige PRDistas, die aus den Fenstern rufend Gegenstimmung machten. Immer was los in Mexico.

Im Museum war leider die Hälfte geschlossen, d.h. Frida Kahlos Galerie, aber die von Diego Rivera war schon sehr beeindruckend. Zwar war der Eintritt frei (ist er in allen Museen am Sonntag), aber um Fotos zu schießen, musste man extra zahlen. Was wir dann auch taten…und fast hätten sie uns noch den dreifachen Preis berechnet, da wir auch mit unseren Handy Fotos machten, die wir aber nicht angemeldet hatten…wie kleinlich.

Am frühen Nachmittag traf ich mich dann mit Ninel, um mal wieder zu den Luchas Libres zu tingeln. Dieses Mal jedoch nicht in der „Arena México“ sino en la „Arena Coliseo“ im historischen Zentrum.

Trotz einiger Orientierungsprobleme und einem unerwarteten Straßenmarkt kamen wir noch rechtzeitig an, um unsere Plätze in der vierten Reihe zu beziehen. Super Blick.

Auch der Rückweg gestaltete sich eine wenig schwierig, da wir beide nicht sicher waren, wo lang. Dummerweise fuhren direkt durch eine der gefährlichsten Gegenden der Stadt und wurden fast von einer Irren angegriffen, die im laufenden Verkehr auf uns zustürzte…Zu guter Letzt erreichen wir wohlbehalten Insurgentes.

Samstag, 09. September 2006

Die Revanche stand bevor – doch leider versammelten sich nur schlappe 6 Spieler auf dem Fußballplatz. Was war geschehen? Der siebte und achte Mann hatten doch tatsächlich einen Unfall auf dem Weg zum Spielgeschehen und trafen daher mit einer Riesenverzögerung ein. Indes liefen wir uns bei drei gegen drei die Füße wund und waren nach einer halben Stunde ziemlich erledigt – aber es blieben uns noch 1,5 Std!

Da an Aufgeben nicht gedacht wurde, unterbrachen wir das Spiel zeitweise für ein paar entspannende Elfemeterschießen. Zehn Minuten vor Schluss kam dann doch noch die Verstärkung, deren Kondition aber anscheinend unter dem Unfall stark gelitten hatte…

Ziemlich fertig kam ich am späten Nachmittag wieder zu Hause an, machte ein paar Anrufe und fiel ins Bett.

Und erwachte leider erst wieder um 23Uhr – klasse, der Abend war gelaufen!

Und wieder mal ein paar beliebte vorher/nachher Bilder - nun ratet mal, was was ist.

Freitag, 08. September 2006

Edelman living in colour stand wieder auf dem Plan: Dieses Mal Teil II „Die Revanche“. Am morgigen Samstag hatte sich wieder eine muntere Truppe zum Fußballspielen verabredet. Zur Vorbereitung fuhren wir nach der Arbeit beim entfernt gelegenen Platz vorbei, um schon zu bezahlen und noch mal die Zeit zu checken. Dumm nur, dass niemand da war und auf telefonische Nachfrage! uns mitgeteilt wurde, dass wir den Platz erst zu einem späteren Zeitpunkt am Samstag in Beschlag nehmen könnten. Gut, dass die sich auch ja nicht von sich aus rühren!

Donnerstag, 07. September 2006

Gleich zwei verlockende Angebote standen zur Auswahl. Sowohl Sandra als Joselyne hatte mich gefragt, ob ich sie nicht zu dem „Geburtstag“ einer Bar begleiten wollte. Erst dachte ich noch sie meinten dieselbe Bar, aber dem war nicht so. Anscheinend wurde in beiden Schankstuben den ganzen Abend lang Freigetränke verteilt. Da sich Sandra auf meine Anrufversuche hin nicht rührte, zog ich mit Joselyne erst zum Friseur und dann in die Kneipe. Schon beim Ankommen, schien die Stimmung der Gäste gelöst – warum nur? – und auch wir bestellten direkt einen Absacker für das noch nicht vertilgte Essen. Ein wenig beschwippst verließen wir gegen 0.30 die Lokalität.

Mittwoch, 06. September 2006

Daniel hatte mich wieder einmal zum Billard herausgefordert und natürlich wollte ich ihm seine unausweichliche Niederlage nicht vorenthalten. Mit am Start war noch Julio (?), der aber, weil aus dem Staat Tabasco kommt, nur „Peje“ genannt wird (so wie der peje loco namens AMLO). Das Wort im ursprünglichen Sinne bezieht sich auf eine Fischspezialität, die man fast nur in Tabasco findet. Wie das Spiel ausgegangen ist, kann ich gar nicht mehr sagen, aber auf jeden Fall war es sehr spaßig mit den beiden groseros. Danach aßen wir noch „Gorditas“, so viel wie Fleischhasen, vergleichbar mit Tacos. Ich check den Unterschied zwischen den Gerichten hier leider nicht so richtig und kann mir die ganzen Namen auch nur sehr schwer merken. Auf unserem Rückweg in Richtung Reforma wollten wir spontan noch Michelle im AA Tower besuchen. Doch leider war das nicht drin, da bei AA sehr stark darauf geachtet wird, dass man auch pünktlich anfängt.

Dienstag, 05. September 2006

Nachdem ich ja schon in der vergangen Woche mit auf einen Kundenevent war, stand heute das nächste Happening auf der Tagesordnung. Im Four Seasons, das praktischerweise nicht mal 5 Minuten von meiner Wohnung entfernt liegt, war argentinisches Weinfest angesagt. Ich war mit am Stand unseres Kunden und für die Pressebetreuung zuständig.
(Foto www.forbesconferences.com)

Bei heiterer Stimmung trudelten nach und nach ein paar Pressevertreter ein, verkosteten, genossen und fragten. Schwierig war allein der Dialekt der Argentinier – was die an Vokalen verschlucken geht auf keine Kuhhaut.

Wer das nötige Kleingeld hat, sollte ruhig mal im Four Seasons Mexcio DF vorbeischauen. Macht zwar von außen nicht viel her, aber innen um so mehr.

Montag, 04. September 2006

It’s officiaaaaaaaaal!! Ab heute bin ich Mitglied im Angestelltenrabattsystem von American Airlines. Michelle in ließ mir alle nötigen Informationen sowie das Corporate Behaviour von „AA“ zukommen. Einen Flug hatte sie mir auch schon herausgesucht und gebucht. Vitamin B ist doch echt eine super Sache. Mal sehen wo ich im November hinfliege – denn vorerst bleib ich ein Jahr in dem Programm und sollte ich wieder Erwarten was auf der hohen Kante haben à geht’s ab in die Sonne.

Sonntag, 03. September 2006

Fast pünktlich um 9 Uhr lief meine Ubahn in der Station Puebla ein, wo ich bereits von meiner Arbeitskollegin Berenice erwartet wurde. Zusammen mit ihrem Freund zogen wir zu dessen Haus los, um mitsamt seiner restlichen Familie aufzubrechen. Im Gepäck hatten wir neben seinen Eltern auch seine Schwester mitsamt Mann und Tochter.

Danaé, 5 Jahre alt, war ein aufgewecktes, kleines Plappermaul, dass mich sofort als Onkel adoptieren wollte.

Unsere erste Station war eine Art Raststätte: In einem Wald gelegen gab es viele Tische unter freiem Himmel, an denen man das vor Ort gekaufte oder auch mitgebracht Frühstück verspeisen konnte. Für Unterhaltung sorgten Mariachis. Zu essen gab es neben Tacos und Quesadillas auch Barbacoa – Fleisch vom Lamm. War alles gar nicht so mein Ding, da für mich zu einem schönen Sonntagmorgen Frühstück nicht zwangsläufig Fleisch, Fleisch und Fleisch gehört. Zu trinken gab es „Pulque“ eine Art vergorener Saft mit fast soviel Umdrehungen wie Wein. Der Vielfalt wegen gab es mehrere Geschmacksrichtungen, die natürlich alle probiert werden mussten.

So vollgefressen - oder auch gestärkt – brachen wir zu den Ruinen des Tempels Nezahualcoyotls seines Zeichens Herrschers von Texcoco auf. Relativ ungestört kann man fast alles der beeindruckenden Ruinen besichtigen und sogar bis auf die Spitze des ehemaligen Tempelbergs steigen. Nach so viel Kletteraktion gings weiter in Richtung „Morales de Flores“. Die ehemalige Hacienda, die jetzt ein Nationalpark ist, lockt mit einer malerischen Kirche, die direkt in den Steingehauen wurde. Außerdem gibt es vor Ort jede Menge Kunsthandwerk zu besichtigen, aber auch Wiesen zum Ausspannen.

Mit jeder Menge Eindrücke kehrten wir zum Haus von Fabians Eltern (so der werte Name von Berenices Freund) zurück. Nach einem zünftigen Abendessen machte ich mich vom Oriente in Richtung Cuauhtémoc auf.

Tuesday, September 12, 2006

Samstag, 02. September 2006

Mit Maria, einer mexikanischen Bekannten, die in Deutschland studiert hat, gings heute zum Essen nach Polanco. Durch viele Reisen und der Tatsache, dass sie in schon vielen Ländern und Kulturen gelebt hat, stellte sich Maria als äußert interessante Gesprächspartnerin heraus. Wir unterhielten uns sehr gut und um mich vor betrügerischen Kellnern zu warnen, wechselte Maria häufiger ins Deutsche. Den Nachmittag beschlossen wir mit einem Besuch in einem Café, das gleichzeitig auch ein Buchlanden war. Ein schöner Ort zum Entspannen und Genießen.

Abends besuchte ich Daniel, da seine Schwester – la Vaca (die Kuh) – ihren 15. feierte. Das ist hier normalerweise ein großes Ereignis mit Tanz, Priester und der ganzen Familie. Aber darauf hatte Fernanda keine Lust und so feierten wir in einer Kneipe bei Live Musik, direkt um die Ecke ihres Hauses. Allerdings ging ich schon etwas früher wieder, da ich am nächsten Tag früh aufstehen wollte.

Freitag, 01. September 2006

Unsere negativen Vorahnung bewahrheiteten sich: Schon mittags begann die Polizei damit, die Straßen zu sperren. Darunter auch alle Hauptverkehrsadern, wie Insurgentes, Périferico und Revolucíon. Daher verließen wir das Büro schon recht zeitig, um von zu Hause aus weiter zu arbeiten.

Zum Bericht des Präsidenten kam es erst gar nicht, denn die Abgeordneten der Linken stürmten mitten in der Vorbereitung der Ansprache des Präsidenten das Parlamentspräsidium. Sie entrollten Banner, krakelten „México, México“ und forderten, dass alle Sicherheitskräfte abgezogen werden sollten. Ein extrem unreifes Verhalten, das verursachte, dass Präsident Fox, der gerade eingetroffen war auf dem Absatz kehrt machte und seine Ansprache später per Fernsehen übermittelte…ein ganz schönes Chaos hier in der City.

Donnerstag, 31. August 2006

Morgen war es soweit: Wie jeden 01. September würde Präsident Vincente Fox, wie jeder seiner Vorgänger auch, dem Parlament darlegen, was er in seiner Amtszeit geleistet hat. Bereits jetzt hatten sich 40.000 Demonstranten aus dem ganzen Land angekündigt. Daher bereiteten wir uns schon auf den Großkampftag vor: alles, was vor dem Wochenende noch erledigt werden musste, wurde Donnerstag erledigt.
Mittwoch, 30. August 2006

Senen, mein Arbeitskollege hatte mich für den Abend mit zu einem Presseabendessen eingeladen. Klar, dass ich zusagte! Da wir recht früh vor Ort waren, da wider Erwarten überhaupt kein Verkehr auf den Straßen herrschte. Also drehten wir noch eine Runde durch den nahe gelegenen Park, um dann genau rechtzeitig auf die Ansprechpartnerin seitens unseres Kunden zu treffen.

Kurz darauf traf noch der argentinische Botschafter ein und wir waren bereit für die Journalisten. Bei gutem Essen und gutem Wein amüsierten wir uns köstlich und ich wurde gleich miteingeladen zu einem in der folgenden Woche stattfindenden Event.

Alles in allem eine super Erfahrung für mich.
Dienstag, 29. August 2006

Neue chaotische Zustände: Demonstranten brachten doch tatsächlich die Straße Insurgentes in ihre Gewalt und brachten damit den Verkehr zum Erliegen. Zwar konnte ich weder genau ausmachen zu welcher Partei sie gehörten, noch was sie wollten, aber immerhin zwangen sie auch mich zum Aussteigen. So latschte ich zusammen mit der Masse in Richtung Norden, nur um dort ein paar demonstrierende Taxifahrer anzutreffen, die von mindestens dreimal so vielen Polizisten bewacht wurden. Ob nicht eher die Polizisten im Einsatz die Straße blockierten bleibt fraglich – jedenfalls legte ich mindestens 6 Stationen im Geh-Taxi zurück, bis sich endlich wieder ein Metrobus zeigte. Mit meiner Stunde Verspätung stand ich aber noch recht gut da – andere hatte es schlimmer erwischt, denn durch den Stau kamen sie erst bis zu zwei Stunden im Büro an. Un DESMADRE!

Montag, 28. August 2006

Nach einem zehrenden Wochenende war erstmal wieder Großeinkauf angesagt. Im „nahen“ Superama, der ca. 20 Minuten zu Fuß entfernt liegt, gibt es aber nicht nur Lebensmittel. Auch eine reiche Fülle an Medikamenten hat die zu Wal Mart gehörende Kette im Angebot – wie praktisch, gleich die Kopfschmerztabletten zur Flasche Bacardi dazukaufen zu können.

Pech für die Obdachlosen: Zwar muss man für einen Einkaufswagen keinen Peso bereithalten, aber dafür verhindert geschickt aufgestellte Pfeiler, dass man das Gelände mit Einkaufswagen verlassen kann – macht aber den Transport zum Auto nicht unbedingt einfacher.

Zurück gings dann im Taxi – da ich weder Lust noch Zeit hatte, die Sachen persönlich nach Hause zu schleppen; zum Glück ist das im DF ungeschlagen billig. Eine Fahrt liegt im Mittel unter 5€ mit Trinkgeld. Yeah, und da sag noch mal einer Faulheit lohne sich nicht!

Monday, September 11, 2006

Sonntag, 27. August 2006

Da wir den letzten Sonntag so kulturell erfolglos verbracht hatten, hatte ich die Macht des Reiseführers an mich gerissen. Kurzerhand ging’s mit dem Metrobús Richtung Süden, das Ziel: San Ángel. Laut meinem Reiseführer ist das der schönste Stadteil Mexico Citys. Vor Ort erwartete uns direkt ein Künstlermarkt: Die Maler hatten ihre Werke in einem kleinen in einem kleinen Grünstreifen aufgebaut und die vielen Stillleben von Früchten und Pflanzen harmonierten perfekt mit der Umgebung. Bei Sonnenschein und 23° C machte das Stöbern richtig Spaß. Im Anschluss besichtigten wir ein paar Kirchen, die jeweils über ihren eigenen kleinen Park verfügten und teilweise sogar mit einem Innenhof aufwarteten. Daneben säumen vielen kleine Galerien und Museen die Straßen. Echt ein wunderschöner Ort, wenn die Leute nur nicht so viel Müll liegen lassen würden.

Nach dieser Fülle an Kultur stürzten wir uns ins Einkaufszentrum Perisur. Eingerahmt vom Kaufhaus Liverpool an der einen und dem Palacio del Hierro an der anderen Seite, erstreckt sich die Mall mindestens über einen, wenn nicht mehr Kilometer. Danach ab nach Coyoacán zum Essen und dort ließen wir den Tag dann auch ausklingen.

Samstag, 26. August 2006

Eigentlich, eigentlich wollte ich heute mit den politólogos aus dem Büro nach Tepoztilan fahren. Aber daraus wurde nicht, da die genauso wie ich nach dem gestrigen Abend fertig im Bett lagen. Da ich wieder ein wenig unter der Klimaanlage gelitten hatte, nutzte ich den Tag auch nur dazu mich zu entspannen. Genauso konnte ich mich am Abend nicht aufraffen, Jos zu einer Party zu begleiten – allerdings erfuhr ich von ihr am nächsten Tag, dass sie selber nicht hingegangen ist.

Dafür aber gab es neues Unterhaltungsprogramm für die lieben Demonstranten – einige Muscheltänzer hatten sich nach Reforma verirrt.

Freitag, 25. August 2006

Da wir uns am letzten Freitag so gut amüsiert hatten, beschlossen wir einfach noch einmal gemeinsam „essen“ zu gehen. Unser Ziel war dieses Mal von Ingrid ausgesucht worden, hieß Xian und lag in Polanco. Da ich gerade meinen Cheque von der Bank erhalten hatte und diese am Freitag um 16 Uhr schließen, hetzte ich mit Ninel im letzten Moment zu einer „Banamex“ Zentrale. Mit meinem Eintreten schlossen sie die Türen ab – Glück gehabt.

Zwar kamen wir deswegen ein wenig später, aber immer noch rechtzeitig zum Essen. Und natürlich auch, um uns ein Schnäpschen zu gönnen.

Im weiteren Verlauf lernte ich noch zwei neue Trinkspielchen, die ich aber recht unbeschadet überstand.

Danach zog ich noch mit Joselyne weiter in einen Club – und obwohl der nicht gerade folklorisch angehaucht war, spielten sie doch größtenteils mexikanische oder südamerikanische Musik. Und ratet mal wo der Club lag? In einer mir wohlbekannten Straßen, nämlich direkt neben dem Hipódromo und gegenüber vom Centro Banamex.

Donnerstag, 24. August 2006

Falls ich mal arbeitslos werden sollte, so hab ich heute durch eine Eingebung das Problem gelöst: Tarotkarten legen. Hatte ich mein mystisches Talent dafür schon Beweis gestellt (nicht wahr, Stephphie und Trieeeenchen) bräuchte ich jetzt nur noch ein geeigneten Ort dafür. Da Tarotkartenlegen in Mexico anscheinend nicht nur für Jahrmärkte gedacht ist (oder fürs Fernsehen nach Mitternacht), könnte ich mir hier ideal eine Exitenz aufbauen!

Für alle Interessierten: Die Adresse kann man auch noch aus dem Foto erlesen. Insugentes Sur 933, wahrscheinlich Col. Del Valle oder San Borja.

Nach der Arbeit wollte ich mich mir endlich mal eins der Kaufhäuser hier anschauen. So landete ich im nahe gelegenen Liverpool, wo ich sogar Haribo entdeckte *juchu*

Mittwoch, 23. August 2006

Für den Abend hatten mich Adriana und Ninel ins „Celtic“, einen Irish Pub, eingeladen. Vor Ort trafen wir noch auf einen Freund von Ninel und eine Freundin Adrianas. Bei super Livemusik von einer Band, die Adriana und Marie Carmen persönlich kannten, so wie auch sonst alle in der Bar, hielt uns nichts auf unseren Hockern. Erst als die Band die Bühne verließ machten wir uns auch auf den Rückweg.

Und so langsam merke ich sogar eine Verbesserung meines Spanisch ;)

Dienstag, 22. August 2006

Weil ich immer noch von Zweifeln bezüglich meiner geplanten Reise in die USA geplagt wurde, tingelte ich wieder in die Deutsche Botschaft, da ich am Telefon ja keine Auskunft erhalten hatte. Nach einer langen Stunde des Wartens, bekam ich von der Dame am Schalter einen Wisch in die Hand gedrückt, auf dem vermerkt war, dass man als Deutscher – genauso wie als Angolaner, nur einen maschinenlesbaren Ausweis braucht, um auf dem Luftweg in die USA einzureisen. Dass die mir das nicht einfach sagen konnte…

Aus Platzmangel wechselte ich mal wieder meinen Arbeitsplatz und fand ich mich in einem sehr ausgelassenen und hilfsbereiten Team wieder.

Montag, 21. August 2006

Da ich immer noch über die Einreisebedingungen der USA unsicher war, beschloss ich am folgenden Tag ein weiteres Mal in die deutsche Botschaft einzukehren. Den Weg dahin kannte ich bereits.

Dazu kam wieder ein neues Gesicht, Fernanda. Das geht hier knall auf Fall. Aber anscheinend kennt sich die PR Szene hier untereinander, so dass auch ein reges Abgewerbe herrscht.

Sonntag, 20. August 2006

Am Vormittag telefonierte ich mit Maria, der in Deutschland studierten Lehrerin, die ich damals im Microbus kennen gelernt hatte. Wir plauderten eine Weile und machten aus, dass wir uns in der folgenden Woche treffen wollten. Dann gings auch schon zur Metro, wo ich mich mit Sandra traf. Sie hatte derweil recherchiert, wo sich das mysteriöse „Centro Banamex“ nun wirklich aufhielt – und zwar in „Bosque de Llomas“ was ungefähr ne Stunde vom „Centro Histórico“ entfernt liegt, wo wie letzte Woche gesucht hatten.

Also bestiegen wir flugs einen Microbus und machten uns auf „Periférico“ durch den Stadtteil „Polanco“ auf den Weg. Vorbei an den chicen Cafés, Restaurants und Läden erreichten wir unser Ziel relativ schnell. So dachten wir zumindest! Denn zwar konnte man das „Centro Banamex“ direkt von der Ecke aus sehen – nur leider nicht direkt darauf zugehen. Also hielten wir uns links, ließen die Pferderennbahn (den Hipódromo) rechts liegen und fragten nach einer halben(!) Stunden einen Passanten, wie weit der Eingang denn noch weg sei. Die ernüchternde Antwort: Nehmt lieber einen Bus zur Puerta 3 und tatsächlich fuhr nur kurze Zeit später so ein Bus vorbei.

Und wo setzte er uns ab? Ganz woanders, so dass wir noch mal gute 15 Minuten laufen durften. Endlich im sagenumwobenen Centro angekommen, staunten wir nicht schlecht über das, was wir vorfanden: NICHTS!!! Alles umsonst.

Frustriert gings wieder in Richtung Coyoacán, wo wir die Kirche am Hauptplatz erkundeten, über den Markt streiften und natürlich im „Jarocho“ einen Kaffee tranken.
Samstag, 19. August 2006

Den Tag verbrachte ich sehr ruhig und bereitete mich schon einmal auf den Abend vor, denn es war Karaoke angesagt. Also traf ich mich mit Daniel um 19.30Uhr und stellte fest, dass die Condesa, das Kneipen- und Chillout-Viertel Mexico Citys nur ca. 20 Minuten zu Fuß von meiner Wohnung entfernt liegt. Während wir in der gleichen französischen Creperie auf die anderen warteten, regte ich mich darüber, dass uns Daniels 14! jährige Schwester begleiten würde.

Dann zogen wir erstmal los in Richtung „Pata negra“, einem DER Szenelokals hier. Leider konnte ich der Bar nicht so viel abgewinnen. Anschließen weiter in die Karaokebar. Dumm nur, dass die bis auf zwei Ausnahmen nur mexikanische Schmalzlieder gespielt haben, die ich natürlich nicht kannte. Auch meine Musikwünsche verhallten anscheinend ungehört. Schade. Auf dem Rückweg natürlich noch mal beim Farolito vorbei, Tacos mapfen und ab in die Kiste.

Tuesday, August 29, 2006

Freitag, 18. August 2006


Ich wusste ja immer, dass Mexico gefährlich ist, aber das war neu: Morgens, gegen 9.30, wackelte auf einmal mein Schreibtisch. Anfangs dachte ich, dass mal wieder jemand dagegen gelaufen wäre. Dem war aber überhaupt nicht so! Es gab ein Erdbeben.

Also verließen wir das Gebäude und warteten eine Weile auf der Straße, so wie die Belegschaften sämtlicher umliegenden Firmen ebenfalls. Aber da kein Nachbeben kam, war alles kein Problem. Die Stärke lag ungefähr bei 4,5, das Zentrum jedoch weit außerhalb der Stadt. Wieder etwas Neues erlebt.

Pünktlich um 15.00 Uhr verließen wir fluchtartig das Gebäude in Richtung Santa Fe und „Papa Joe’s Saloon“. Vor Ort bestellten Joselyne, Pati und ich ein Menü (das nur aus Fleisch zu bestehen schien) für vier Personen, weil es dazu auch immer ein Fläschen Alkohol gratis gibt. Damit begann der feuch-fröhlich Nachmittag. Eigentlich wollte ich auch nicht zu lange bleiben, da ja abends noch die Feier von Sandra Freunden auf dem Programm stand. Am Telefon erklärte sie mir jedoch, dass sie gar nichts Genaues wüsste und dass ich doch lieber dableiben sollte. Gesagt getan. Nach und nach trudelten auch die Freunde von Joselyne ein. Bei Musik, Tanz und Rum amüsierten wir uns echt gut.

Ich wurde danach von Rodrigo nach Hause gefahren, der Rest der Bande zog jedoch noch zu einer privaten Feier weiter, um sich richtig abzuschießen. Ich hatte schließlich noch Pläne für die folgenden Tage.

Donnerstag, 17. August 2006

Ich begann schon einmal rechtzeitig mit den Wochenendplanungen, da man die Leutchen an ihre Versprechungen immer noch einmal erinnern muss. Sandra hatte mich für Freitag wieder zu einer Feier eingeladen und vorher sollte es noch zum Essen mit meinen Kollegen nach Santa Fe gehen. Dieses Viertel, das im Süd-Westen der Stadt liegt, ist der am schnellsten wachsende Bereich der Stadt. Überall werden neue Glastürme für Firmen gebaut, es wimmelt vor chicken Restaurants und Nobelkarossen stehen an jeder Ecke. Dumm nur, dass es so ungefähr mitten im Nirgendwo liegt – und vor Ort auch die Sprachschule, deren Kurse ich mir vor meiner Abreise angeschaut hatte. Aber mehr als eine Stunde Anreise (in derselben Stadt) war dann doch ein wenig übertrieben.

Mittwoch, 16. August 2006

Am Abend gewährte ich Daniel eine weitere Chance, seinen vorangegangenen Niederlagen auszubügeln. Also trafen wir uns zum Billardspielen, doch dieses Mal besuchten wir eine andere Kneipe, nachdem die Kellnerin von vor zwei Wochen sich so super unverschämt verhalten hat.

Nach einem 2:2 Unentschieden fassten wir noch eine Pizza in einer Art mexikanischem „Pizza Hut“, wo die Pizza allerdings noch direkt auf Wunsch gemacht – sehr lecker.

Dienstag, 15. August 2006

Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass schon die Hälfte meiner Zeit hier in Mexico um ist! Leider flogen die Tage nur so vorbei.

Auf dem Heimweg heute sah ich mich auf einmal mit der größten Pfütze ever konfrontiert, die ich beim besten Willen nicht überqueren konnte. Dabei hatte es über nicht geregnet – jedenfalls nicht in meinem Stadtteil. Aber das sind die Ausläufer, die Mexico City auch während der Hurrikanzeit abbekommt.

Montag, 14. August 2006

Heute durfte ich mal wieder zum „Instituto de Migración Nacional“ tingeln, um mein Visum abzuholen. Leider war der Weg dorthin mal wieder extrem beschwerlich und von der U-Bahn Station durfte ich den ganzen Weg auch noch zu Fuß laufen, da mich kein einziger Microbus überholte. Ganz klasse.

Immerhin ging es vor Ort super schnell. Aber von der Dauer dieses Vorgangs aufgeschreckt, erkundigte ich mich direkt bei der amerikanischen Botschaft, ob ich als Deutscher ein Visum oder ähnliches benötigen würde. Aber die Amis zocken die armen Mexikaner hier ganz schön ab: Zu erst müssen die eine 0900 Nummer anrufen (gleicher Preis wie in Deutschland, so 2 €uro die Minute), dann 100 US $ berappen und im Voraus zahlen, bei der Bank einen Wisch abholen, dass sie bezahlt haben und dann heißt es warten. So war der erste freie Termin im Januar 2007!!! Frechheit.
Da ich gar nicht einsah, für ne Info zu zahlen, wählte ich die kostenlose Beschwerdehotline und laberte die Leute auf Englisch, da ich ja kein Spanisch kann.

Dann wurde ich durchgestellt und eine offensichtlich Outgesource-nicht-Amerikanerin erklärte mir, ich bräuchte einen der neuen Reisepässe mit den Chips drauf. Super! Ein Anruf bei der deutschen Botschaft half mir nicht weiter, da ich nur gelangweilt auf die Homerpage aufmerksam gemacht wurde. Danke auch.

Sonntag, 13. August 2006

Da Daniel gestern keine Zeit hatte, holte ich ihn um 9 Uhr von zu Hause zu einer gemeinsamen Squashpartie ab. Vorher aber erkundeten wir noch den Blumenmarkt „Jamaica“, der nichts mit dem Inselreich in der Karibik gemeinsam hat, sondern auf dem Namen einer mexikanischen Blume beruht.

Vor Ort beim „nahen“ Squashcourt (wir mussten einen Bus und ein Taxi nehmen), stellten wir ernüchtert fest, dass leider ein Turnier stattfand. Daher wichen wir auf das „“ im historischen Zentrum der Innenstadt aus, wo wir auch sofort die ersten PRD Demonstranten sahen. Denn auf dem „zócalo“ war mal wieder eine Menge los. Viele Bilder, verwirrende Fotos von deutschen Fotografen und den prächtigen Wandmalereinen allenthalben später, kehrte ich gerade noch rechtzeitig zur U-Bahn Station „Sevilla“ zurück, um dort Sandra zu treffen. Kaum aus der Bahn ausgestiegen, gings zum „zócalo“ zurück. Denn Sandra hatte eine Ausstellung im „Centro Banamex“ herausgesucht, die wir uns anschauen wollten. Leider wussten weder sie, noch die Leute, die wir fragten, wo sich diese ominöse „Centro Banamex“ befinden sollte. Immerhin kaufte ich mir vor Ort eine kleine AMLO Figur mit dem Schild „NO AL FRAUDE!“.

Eine Stunde verzweifelter Suche später brachen wir ab, genehmigten uns eine heiße Schokolade (wirkliche Schokolade und nicht bloß Kakao) und trafen uns dann mit Maricel, einer Freundin von Sandra, in einem Café in Coyacán. Den Liebeskummer von Marie bequatschend ließen wir den Abend ausklingen.
Samstag 12. August 2006

Wie üblich schlief ich aus, räumte mein Zimmer auf und war einkaufen – nicht sehr spannend. Danach verabredete ich mich mit Sandra für den nächsten Tag und sagt Ninel für den Abend ab, da ich immer noch nicht auskuriert war. Am Nachmittag wollte ich mich eigentlich mit Daniel treffen, um gemütlich ein Käffchen trinken zu gehen. Daraus wurde aber leider nix, da einer seiner vielen Neffen/Cousins/sonstigen Verwandten Geburtstag hatte und er diesen bespaßen musste.

Also zog ich am Nachmittag ein wenig alleine los und erkundete die Gegend. Dabei machte ich ein paar Schnappschüsse der Freizeitgestaltung der Demonstranten in Reforma. Es gab doch tatsächlich 5 Bühnen auf dem Abschnitt vom „Torre Mayor“ bis „Insurgentes“ (was gut 1,5 bis 2 km sein müssten), eine Bibliothek und eine Filmvorführung. Dazu bekommt jeder „Demonstrant“ von der Partei (oder indirekt von der Regierung und damit noch indirekter von allen!) ca. 250 Pesos jeden Tag. So viel zur freien Willensbildung.

Abends gings dann noch ins Kino – wobei ich wieder mal festgestellt habe, dass hier Filme in die Kinos kommen, die es in Europa und den USA schon längst auf DVD zu kaufen gibt. Und dazu sind die noch nicht mal synchronisiert, sondern lediglich mit Untertiteln versehen.