Sonntag, 10. September 2006
Dadurch, dass ich super lange geschlafen hatte, war ich fit das Programm für den Tag zu überstehen. Schon recht früh traf ich mich mit Sandra, um in Richtung Süden und ehemaliges Atelier und jetziges Museum aufzubrechen. Auf dem Weg dorthin, dachte ich schon, ich hätte ein déjà vu, denn fast alle Bürgersteige von Insurgentes waren voller Leute mit Plakaten. Die vorbeifahrenden Autos zeigten ihre Unterstützung mit einem anhaltenden Hupkonzert.
Wie sich schnell herausstellte, waren das Anhänger des offiziellen Wahlsiegers Philipe Calderón, die jedoch nicht ihren Kandidaten sondern: Paz, Unidad y Concodria propagierten.
Super, denn bei uns im Bus saßen einige PRDistas, die aus den Fenstern rufend Gegenstimmung machten. Immer was los in Mexico.
Im Museum war leider die Hälfte geschlossen, d.h. Frida Kahlos Galerie, aber die von Diego Rivera war schon sehr beeindruckend. Zwar war der Eintritt frei (ist er in allen Museen am Sonntag), aber um Fotos zu schießen, musste man extra zahlen. Was wir dann auch taten…und fast hätten sie uns noch den dreifachen Preis berechnet, da wir auch mit unseren Handy Fotos machten, die wir aber nicht angemeldet hatten…wie kleinlich.
Am frühen Nachmittag traf ich mich dann mit Ninel, um mal wieder zu den Luchas Libres zu tingeln. Dieses Mal jedoch nicht in der „Arena México“ sino en la „Arena Coliseo“ im historischen Zentrum.
Trotz einiger Orientierungsprobleme und einem unerwarteten Straßenmarkt kamen wir noch rechtzeitig an, um unsere Plätze in der vierten Reihe zu beziehen. Super Blick.
Auch der Rückweg gestaltete sich eine wenig schwierig, da wir beide nicht sicher waren, wo lang. Dummerweise fuhren direkt durch eine der gefährlichsten Gegenden der Stadt und wurden fast von einer Irren angegriffen, die im laufenden Verkehr auf uns zustürzte…Zu guter Letzt erreichen wir wohlbehalten Insurgentes.